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Kerstin Wittstamm: EMMAS GLÜCK, Theater

Kerstin Wittstamm

EMMAS GLÜCK

Emma lebt alleine auf einem heruntergekommenen Bauernhof. Ihre Schweine behandelt sie liebevoll bis zum letzten Tag und schlachtet sie auf ihre ganz eigene, zärtliche Art. Sie ist einsam, doch dann kracht plötzlich Max in ihr Leben. Auf der Flucht vor sich selbst ist er in einem geklauten Ferrari aus der Kurve geflogen und auf Emmas Hof gelandet. Max hat Krebs, aber Emma kennt sich aus mit dem Sterben. Und so beginnt für die beiden eine kurze, intensive Phase gemeinsamen Glücks.

Emmas Glück ist intensives Erzähltheater, aber Kerstin Wittstamm erzählt 'Emma' nicht, sie ist Emma. So wie sie auch Max ist und all die anderen tragisch-komischen Figuren dieser Geschichte. Unversehens wechselt der Text von der Vergangenheit ins Präsens, wachsen aus der Rückschau Dialoge, werden Situation dramatisch zugespitzt: Drama, Krimi und Liebesgeschichte in einem, und immer wieder zum Heulen schön. 'Emmas Glück' ist eine Geschichte über das Sterben, handelt aber eigentlich von der unbändigen Lust auf Leben. Und ist dabei vor allem ein Beleg für die unbändige Lust am Theater.

Wer den gleichnamigen Film kennt, wird sich mit Sicherheit an die verstörend schöne

Eröffnungsszene erinnern: Emma liegt mit einem ihrer Schweine verträumt unter dem

großen Baum im Hof, krault dem massigen Tier zärtlich Bauch und Rücken - um ihm

dann mit einem einzigen schnellen Schnitt die Kehle durchzuschneiden. Schlachttag

bei Emma: kein Gezerre, kein Gequieke, keine Todesangst. Gestorben wird trotzdem,

schließlich bewirtschaftet Emma einen Bauernhof und muss von den Erträgen leben.

Emma ist einsam, aber sie hat sich mit einem beinahe trotzigen Pragmatismus darin

eingerichtet.

Di., 08. Mär
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21:00
Eintritt:
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