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SERIENTÄTER XVI: Der Phantastische Film
SERIENTÄTER XVI
Der Phantastische Film
"Die unglaubliche Geschichte des Mr. C ." und "Die Fliege"
Mit zwei Klassikern des Phantastischen Films verabschieden wir uns in die Sommerpause.
In "Die unglaubliche Geschichte des Mr. C." unternimmt Scott Carey mit seiner Frau Louise einen Bootsausflug. Während sie unter Deck weilt, durchfährt das Boot eine seltsame Wolke. Kurze Zeit später fällt Scott auf, dass Veränderungen an ihm vorgehen: er beginnt langsam zu schrumpfen, seine Kleidung passt nicht mehr. Die konsultierten Ärzte sind ratlos, Scotts Perspektive hoffnungslos. Zu der Größe eines Kindes geschrumpft, wird er zu einer nationalen Kuriosität. Mit seiner Statur schrumpft sein Selbstbewusstsein und seine emotionale Ausgeglichenheit, welches sich in Spannungen in seiner Ehe verdeutlicht. Seines Berufs unfähig, schreibt Scott an seiner Autobiographie, während sein Haus von Reportern belagert wird. Nur kurz kann eine kleinwüchsige Frau ihm neuen Lebensmut einflößen. Kaum größer als ein Spielzeug, richtet Louise ihm ein Puppenhaus her. Scott kann nur noch schreiend mit ihr kommunizieren und verfällt zunehmend in Agonie. Als Louise eines Tages unachtsam das Haus verlässt, kommt es zu einer für Scott fast tödlichen Verfolgung durch ihre Katze. Scott stürzt auf der Flucht die Kellertreppe herab und bleibt für seine Frau fortan verschollen oder von der Katze getötet. Unfähig, sich aus seinem Kellerverlies zu retten, arrangiert sich Scott mit seiner neuen Heimstatt, deren Dimensionen zusehends seine Möglichkeiten übersteigen. Auf sich allein gestellt findet er zu seiner Identität zurück und tötet bei dem Kampf um ein Stück altes Brot eine Spinne. Es eröffnet sich für Scott, der nun bereits durch ein Fliegengitter zu schlüpfen vermag, eine neue Welt: der Mikrokosmos. Der Film gilt als das beste Werk von Jack Arnold, der sich auf dem Gebiet der Horror- und Science Fiction Filme einen unsterblichen Namen machte.
In "Die Fliege" von 1958 brilliert Vincent Price als Wissenschaftler, der Opfer seines eigenen Experiments wird.
Inspektor Charas untersucht den Tod des Wissenschaftlers André Delambre. In einer Rückblende wird die Geschichte erzählt: Delambre hatte an einem Teleportationsgerät geforscht. In einem Selbstversuch hatte er dabei eine Fliege im Gerät übersehen, und das Gerät hatte die beiden gekreuzt: Delambre hatte nun einen gigantischen Fliegenkopf und einen Fliegenarm, während die Fliege mit einem menschlichen Kopf davonflog. Um dies rückgängig zu machen, benötigte der Wissenschaftler die Fliege, derer er jedoch nicht habhaft werden konnte.
In der Erkenntnis, das Geschehene nicht rückgängig machen zu können, beschließt der Wissenschaftler sich und seine Forschungsergebnisse zu zerstören. Dazu bittet er seine Frau, alle Hinweise auf das Geschehen sowie seine Forschungsergebnisse zu zerstören und ihn zu töten, indem sie seinen Kopf und Arm in einer Presse zerquetscht, was sie auch tut.
In der letzten Szene sitzt Inspektor Charas mit Andrés jungem Bruder Francois im Garten und zweifelt, ob er die Geschichte glauben soll, als der spielende Junge eine Fliege mit einem unnatürlichen, menschlichen Kopf entdeckt, die in einem Spinnennetz gefangen ist und um Hilfe ruft. Charas beobachtet die Szene, und kurz bevor die Spinne ihr Opfer erreicht, tötet er Fliege und Spinne zugleich mit einem Stein.
Dieser Film war sehr erfolgreich und entstand unter der Regie von Kurt Neumann. In den 1980er Jahren gab es zwei Remakes, die ebenfalls sehr erfolgreich in den Kinos liefen.
Donnerstag, 2. Mai im Alten Buchladen Ankum, Beginn ist 20:00 Uhr, der Eintritt ist frei